Tagebuchpraxis
Drei Sätze für einen gewöhnlichen Tag
Eine Beobachtung, ein Gefühl und ein Moment zum Bewahren reichen aus.
Einen kleinen Moment wählen
„Was ist heute passiert?“ kann nach einem vollen Tag zu groß sein. Frage kleiner: Was fiel dir auf dem Heimweg auf? Bei welchem Essen wurdest du ruhiger? Welcher Satz blieb hängen?
Wähle ein Fragment statt einer Tageszusammenfassung. Gewöhnliche Tage verdienen auch Seitenzahlen.
Drei sanfte Fragen
Versuche drei Sätze:
- Was habe ich heute bemerkt?
- Wie fühlte ich mich dabei?
- Was möchte ich beim späteren Lesen wiederfinden?
Zum Beispiel: „Auf dem Heimweg gingen die Straßenlaternen an. Ich wurde langsamer und ruhiger. Diesen Abend ohne Eile möchte ich behalten.“ Das ist ein Beispiel, kein vorgeschriebenes Format.
Ein Foto darf den Moment ergänzen. Ohne Foto ist es genauso gut. Auch Stimmung und Ort dürfen leer bleiben.
Die Zeit abschließen lassen
Nach dem Speichern in Yesterbook hast du 24 Stunden zum Ändern. Danach wird das Original versiegelt; spätere Gedanken passen in Anmerkungen.
Ein ausgelassener Tag muss nicht ausgeglichen werden. Trage ein vergangenes Datum nach oder beginne heute wieder. Das Tagebuch bewahrt das Leben und schafft kein weiteres Leistungsziel.